POST SV-TIROL BERGFEXEN AM KILIMANDJARO

Am 12.09.2026 wurde für Walter, Heimo und Burki ein Traum wahr. Die Gipfelbesteigung des Kilimandjaro. Doch schön langsam der Reihe nach.

Konkrete Züge nahm dieses Abenteuer schon im März 2026 an. Walter, Burki und Heimo, der auch Feuer und Flamme für dieses Projekt war, haben schon frühzeitig den Flug nach Moshi-Tansania gebucht. Das gesamte Paket mit Transfers und Übernachtungen hat dann FERN-AKTIV in Trier übernommen.
Übrigens zur vollsten Zufriedenheit.

Am 4.9.2026 dann der Abflug vom Airport Wien-Schwechat. Auf die ganzen Unannehmlichkeiten eines solchen Fluges und Rückfluges nehme ich hier keine Stellung. (Security-Checks, Jetlag, etc.). Am 5.9. dann Transfer vom Kilimandjaro-Airport zu unserer Unterkunft im Springsland-Hotel in Moshi. Die Fahrt dorthin schon ein Abenteuer. Fühlt man sich doch aus der Zeit gerissen.

Am 6.9. war noch Ausrasten angesagt. Im gepflegten Hotel kein Problem. Um 11.00 Uhr Briefing mit unserem Guide Paul. Den möchte ich wirklich gesondert hervorheben. Die Gewissenhaftikgkeit und Hilfsbereitschaft in Person. Alle Fragen wurden geklärt. Die Nervosität steigt.

Am 7.9. Start zum Ausgangspunkt. Drei Stunden Autofahrt, zwei Stunden Administration und Registrierung. Wir wollen endlich losgehen. Sieben Tage LEMOSHO-ROUTE. Der 1.Tag am Berg 400 hm
Camp im Dschungel. Wir haben alle drei ein großes Single-Zelt. Die Verpflegung am Berg sensationell. Die Hygiene leidet ein wenig. Reduktion auf das Nötigste.

8.9. Die erste Herausforderung 1.300 hm zum SHIRA II Camp auf 3.800m. Der Körper muss sich langsam einstellen. Heimo kämpft mit seiner Verdauung. Aber er kämpft sich durch. Moralische Unterstützung hilft auch.

9.9. Jetzt wirds richtig ernst: Akklimatisationstag. Zuerst auf 4.500m zum sogenannten Lava-Tower und dann wieder Abstieg auf 3.900m zum BARRANCO-Camp. Da pfeift die Lunge und das Herz leistet Schwerarbeit. Das Schlafen danach in diesen Höhen ist ausbaufähig. Ich würde es Etappenschlafen nennen.

10.9. Es wartet am kühlen Morgen die Barranco-Wall. Eine 200 hm steil aufragende Wand durchsetzt mit  guten Steigtritten. Mengen von Trägern und Kili-Aspiranten ziehen POLE-POLE durch die Wand. Unglaublich was die Träger leisten. 20 kg auf den Schultern oder am Kopf balancieren sie wendig durch die Wand. Das Ziel heute ist das KARANGA-Camp, das wir am frühen Nachmittag erreichen.

11.9. Der Gipfel grüßt uns mit seinem Haupt. Ein Glück haben wir die ganze Zeit mit dem Wetter. Unter uns dichter Nebel und wir hier in der Sonne. Und das jeden Tag. Am Vormittag steigen wir zum
Base-Camp BARAFU 4.600m. Nach einer kurzen Rast dann Aufbruch um 22.30 Uhr. Die Stirnlampen weisen den Weg. Schritt für Schritt- POLE POLE. Das ist das Geheimnis.

In der Dunkelheit nehmen wir den Weiterweg nicht wirklich wahr. Es wird nicht gesprochen. Eine kurze Pause auf ca. 5.000m Bei mir stellt sich schön langsam Kurzatmigkeit und Schwindel ein. Die Pausen häufen sich. Auch Walter und Heimo sind um jede Pause froh. Der Schwindel wird heftiger, die Pausen mehr. Erholen und dann weiter. Paul, Heimo, Walter und zwei Guides unterstützen mich moralisch. Plötzlich sind wir beim STELLA-POINT. Nur mehr 150 hm. Das schaffe ich. Der Gipfel. Alle sind glücklich und wir umarmen uns. Als Draufgabe um 6.30 Uhr ein atemberaubender Sonnenaufgang. Sonnenlicht durchflutet die immer noch dicken Eisschilde. Fotos, Fotos, Fotos.

Nach ca. 15min Abstieg legt sich der Schwindel allmählich. Kurze Erholung im Base-Camp. Abstieg bis auf 2.800m. Die staubige Pisten belasten die Atemwege, die wir schützen müssen. Ermüdet und dennoch happy verbringen wir die Nacht im letzten CAMP.

13.9. Abstieg diesmal zum Unterschied vom Vortag auf einem, nassen, schmierigen Weg, der noch einmal alle Konzentration erfordert. Auschecken und retour ins Springsland-Hotel.

14.9. Retourflug mit all dem Mühsal.

15.9. Richtig müde und übernachtig in Innsbruck angekommen.

Ein Riesenabenteuer. Schiane Griaß  Burki

Text und Fotos: Burkhard Senn, Sektion Bergsport

 

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